Sexuelle Bildung als Einfallstor zur Verwischung von Geschlechtergrenzen und Identität bei Kindern und Jugendlichen
Von den Standards für die Sexualaufklärung der WHO/BZgA 2011 über die Sexualerziehung in den Bildungsplänen der Bundesländer bis hin zur „Sexuellen Bildung“ heute: Eltern sehen mit wachsender Sorge, wie ihre minderjährigen (Kleinst-) Kinder in staatlichen und kirchlichen Einrichtungen zur Akzeptanz der „Vielfalt von sexuellen und geschlechtlichen Orientierungen und Identitäten“ gedrängt werden und zur Selbsterkundung und Infragestellung der eigenen Identität angeleitet werden.
Eine wichtige Rolle bei diesem vielfaltspädagogischen Ansatz spielen neben der früheren Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA, heute Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit, BIÖG) zahlreiche einschlägige Institute und Ausbildungsstätten sowie Lehrstühle an Universitäten und Hochschulen, die seit Jahrzehnten mit ihren Seminaren, Programmen, Workshops und sonstigen Veranstaltungen ein einziges Ziel verfolgen: die Akzeptanz ihrer nicht-heterosexuellen Dispositionen und Sexualpraktiken (LSBTIQA*) in der Gesellschaft zu verankern.
Dieses Ziel soll vor allem dadurch erreicht werden, indem man die Kinder und Jugendlichen in diesem Sinne allumfassend „bildet“. Dies geschieht nicht nur über fächerübergreifende Lehrpläne, sondern auch mittels einer Vielzahl von unterschiedlichen Materialien („Gesundheits- und Präventionsprojekte“, Bücher, Theaterstücke etc.) und mit Hilfe von externen Anbietern von Sexualaufklärungsprojekten, die bundesweit an Grund- und weiterführende Schulen drängen.
Akademie Waldschlösschen
Die Akademie Waldschlösschen – Stiftung Rainer Marbach und Ulli Klaum entstammt der Schwulenbewegung, ist nach eigenen Angaben „eine bundesweit tätige, gemeinnützige Bildungsstätte mit queerem Schwerpunkt und ein Treffpunkt für die Vernetzung und das Empowerment der LSBTQIA*-Communities“ und kann somit als Kaderschmiede im Bereich der „Sexuellen Bildung“ angesehen werden. Sie wird vom Land Niedersachsen „als finanzhilfeberechtigte anerkannte Heimvolkshochschule“ gefördert, ist anerkannter Träger der Bundeszentrale für politische Bildung und – neben dem Fachverband Queere Bildung, dem LSVD und dem Bundesverband Trans* Mitglied im „Kompetenznetzwerk zum Abbau von Homosexuellen- und Transfeindlichkeit im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des BMFSFJ“. Letzteres ist insbesondere im Bereich der „Sexuellen Bildung“ von Kindern und Jugendlichen aktiv.
In Rahmen der Fachkräfteausbildung für „alle pädagogischen Fachkräfte, die eine Pädagogik der geschlechtlichen, amourösen und sexuellen Vielfalt aktiv anstreben“ findet regelmäßig eine Fachtagung Queere Pädagogik statt. Zu den Themen im Jahr 2026 gehören „Sexualität formen – Körper, Konsens und Kreativität in der Sexualpädagogik“, „Schule der Vielfalt* – Wie kann ich meine Schule vielfältig gestalten?“ und „Bildung neu denken – Kreativität als Schlüssel zur politischen Bildung“.
Ebenso im Angebot hat die Akademie Waldschlösschen mit queer_school eine „Grundqualifizierungsmaßnahme für ehrenamtliche SCHLAU Teamer*innen, sowie für Teilnehmende, die ein SCHLAU Projekt“ vornehmlich in Niedersachsen gründen möchten und auch ein Grundlagenmodul Lust und Konsens: Sexuelle Bildung in der Jugendarbeit, das wie folgt angekündigt wird: „Wenn es um sexuelle Bildung geht, ist meist die Rede von Verhütung oder Gewaltprävention. Aber wo bleibt der Spaß? Wo sind die positiven Bilder? Wie unterstützen wir Jugendliche in einer Phase voller Neugier und Unsicherheit dabei, herauszufinden was sie wollen?
Diese Fortbildung richtet sich an Fachkräfte in der Jugend(sozial)arbeit, die Jugendliche in ihrer sexuellen Entwicklung stärken und begleiten möchten. Sie eröffnet neue Perspektiven auf Sexualität als Ressource, auf Konsens als Haltung – und auf die Frage, wie wir Jugendlichen helfen können, eigene Grenzen, Wünsche und Wahlmöglichkeiten zu entdecken.“
BMFSFJ - Demokratie leben!
Ein wichtiger Pfeiler dieses millionenschweren Förderprogramms des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ist der – auch frühkindliche – Bildungsbereich, in dem sich zahlreiche Organisationen um die vielfaltsbasierte „Demokratie-Erziehung“ von Kindern und Jugendlichen bemühen. Zwei Beispiele für die pädagogischen Bildungsangebote im Kitabereich:
AWO Bundesverband
Im Rahmen des Projekts Demokratie und Vielfalt in der frühkindlichen Bildung – AWO packt an! werden E-Learning-Module für pädagogische Fachkräfte in der Kindertagesbetreuung entwickelt und erprobt. Zu den online verfügbaren Materialien zählt u.a. das Themenblatt: Vielfalt. Individualitäten, Sichtbarkeiten und Abwehrmechanismen, in dem beispielsweise die „Diversität in der Kita und Kindertagespflege am Beispiel von Rollenklischees“ thematisiert wird.
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Im Rahmen seines Projekts „Demokratie sticht! Evangelische Kitas und Familienbildung als Orte der Demokratie“ gibt der Träger eine Broschüre „HURRA, ES IST EIN … KIND! – Geschlechtervielfalt ist (k)ein neues Thema“ heraus. Zielgruppe: „hauptamtlich Tätige in der Kindertagesbetreuung und der Familienbildung. Im Einzelnen sind dies: „KiTa-Fachkräfte, KiTa-Leitungen, KiTa-Fachberatungen und Familienbildner:innen. Die Angebote stehen den Zielgruppen bundesweit offen. Regional liegt ein Schwerpunkt auf strukturschwachen Regionen und Räumen mit exponierter Problemlage (GRW-Gebiete).“
Programmbereich Förderung der „Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur“
Zur Schaffung eines deutschlandweiten Netzwerks dient u.a. der Kooperationsverbund gegen LSBTIQ*-Feindlichkeit, der unter dem Namen Kooperationsverbund Selbstverständlich Vielfalt – Kooperationsverbund für sexuelle, romantische und geschlechtliche Selbstbestimmung firmiert. Die Zielgruppe im „Handlungsfeld Demokratieförderung“ des Bereichs „Demokratiebildung im Kindesalter (bis 14 Jahre)“ sind Kinder ab dem frühkindlichen Alter, „um sie zu befähigen und zu motivieren, sich altersgerecht in die Gestaltung des Alltags und Umfelds einzubringen und vor allem demokratische Beteiligung und Selbstwirksamkeit zu erfahren“. Die vier Träger des Kooperationsverbunds sind der mit der Projektkoordination betraute Familien- und Sozialverein des LSVD+ – Verband Queere Vielfalt (Projektförderung 2026: 527.146 €), der Bundesverband Queere Bildung (Projektförderung 2026: 264.932 €), die Akademie Waldschlösschen – Stiftung Rainer Marbach und Ulli Klaum (Projektförderung 2026: 474.662 €) sowie der Bundesverband Trans* e.V. (Projektförderung 2026: 475.000 €). Letzterer veröffentlicht auf seiner Internetseite regelmäßig Broschüren und Publikationen, darunter auch eine, in der die beiden Kindertagesstätten „Rosarote Tiger“ und „Gelbgrüne Panther“ der Schwulenberatung Berlin mit deren pädagogischem Vielfaltskonzept vorgestellt werden.
BZgA, heute BIÖG (Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit)
„Sexualität verstehen wir als zentralen Bestandteil der Identität und Persönlichkeitsentwicklung des Menschen. Eine umfassende Sexualaufklärung muß mehr sein als bloße Wissensvermittlung über biologische Vorgänge. Sie bedarf einer verbesserten inhaltlichen Abstimmung und interdisziplinären Zusammenarbeit all derjenigen, die professionell am Erziehungsprozeß von Kindern und Jugendlichen beteiligt sind.“
Die BZgA / das BIÖG ist seit 2003 offizielles WHO-Kooperationszentrum (WHO CC) und engagiert sich „nachdrücklich für die Umsetzung regionaler und globaler Rahmenwerke, Strategien und Aktionspläne, die im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit in den Mitgliedstaaten der Europäischen Region der WHO von besonderer Bedeutung sind“. Eines der Schwerpunktthemen ist die „Ganzheitliche Sexualaufklärung“ (comprehensive sexuality education, CSE).
Dementsprechend veröffentlichte die BZgA im Jahr 2011 im Auftrag der WHO die Standards für die Sexualaufklärung in Europa. Rahmenkonzept für politische Entscheidungsträger, Bildungseinrichtungen, Gesundheitsbehörden, Expertinnen und Experten, das für alle Altersgruppen ab Geburt die Wissensvermittlung beispielsweise zu Themen wie „(frühkindliche) Masturbation“, „das Recht, Geschlechtsidentitäten zu erkunden“ bzw. „Genderorientierung“ oder „Schwangerschaften (auch bei gleichgeschlechtlichen Beziehungen) und Unfruchtbarkeit“ oder „Genuss von Sexualität“ vorsieht. (siehe auch WHO/BZGA-STANDARDS FÜR DIE SEXUALAUFKLÄRUNG IN EUROPA, 2011)
Ein weiterer Eckpfeiler der Bemühungen, „Sexuelle Bildung“ deutschlandweit als Querschnittsthema zu etablieren, ist das Mitmachprojekt LIEBESLEBEN, das sich an alle weiterführenden Schulen richtet und die sechs Themenbereiche „HIV und andere STI (= sexuell übertragbare Krankheiten)“, „Schutz und Safer Sex“, „Freundschaft und Beziehung“, „Körper und Gefühle“, „Vielfalt und Respekt“ sowie „Sexualität und Medien“ behandelt. (siehe auch LIEBESLEBEN – DAS MITMACHPROJEKT)
FORUM Sexualaufklärung und Familienplanung
Gender Mainstreaming
Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierungen
Gleichgeschlechtliche Lebensweisen
Grundschule
dissens Institut für Bildung und Forschung
Dissens – „Institut für Bildung und Forschung e.V. ist ein Bildungs-, Beratungs-, und Forschungsinstitut in Berlin, anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe sowie anerkannter Träger der Bundeszentrale für politische Bildung. Seit 1989 arbeiten wir zu Geschlechterverhältnissen und entwickeln Forschungs- und Bildungsprojekte auf lokaler, Landes-, Bundes- und europäischer Ebene.“
Interventionen für geschlechtliche & sexuelle Vielfalt
Übersicht zu Angeboten, Organisationen und Anlaufstellen rund um geschlechtliche, sexuelle und amouröse Vielfalt
gsp
Die als gemeinnützig anerkannte Gesellschaft für Sexualpädagogik e.V. (gsp), deren Vorstandsmitglied Uwe Sielert von 1998 bis 2020 war, spielt neben dem 1989 von Sielert mitgegründeten Institut für Sexualpädagogik (isp) eine zentrale Rolle bei der deutschlandweiten Verbreitung der vielfaltsbasierten „Sexuellen Bildung“. Laut eigenen Angaben ist die gsp „ein bundesweiter Fachverband, der sich der Qualitätssicherung sexualpädagogischer Arbeit verpflichtet fühlt“: „Wir nehmen Stellung zu aktuellen Debatten rund um das Thema Sexualität und Gesellschaft und zertifizieren seit 2008 Sexualpädagog:innen mit dem Qualitätssiegel. Unser Ziel ist es, die Professionalisierung sexualpädagogisch Tätiger voranzutreiben und die Qualität in der Sexuellen Bildung sowie den Austausch zwischen sexualpädagogischer Praxis und Wissenschaft zu fördern“.
Inzwischen gibt es eine Vielzahl von mit diesem vermeintlichen Gütesiegel ausgestatteten Sexualpädagogen, die in Schulen die sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Tradition Kentlers/Sielerts verbreiten – oftmals ohne im Vorfeld die Eltern über die damit verbundenen Inhalte zu informieren.
Hochschule Merseburg
Die sachsen-anhaltinische Fachhochschule Merseburg zeichnet sich durch besonders queerfreundliche Studienangebote aus und verfügt über ein Institut für Angewandte Sexualwissenschaft (IFAS), das sich „als mitteldeutsches Kompetenzzentrum für Fragen rund um Sexualwissenschaft, Sexualpädagogik und Familienplanung mit den Schwerpunkten Forschung, Aus-, Fort,- Weiterbildung und Projektberatung“ versteht.
„Ziele des An-Institutes sind insbesondere
- die Implementation emanzipatorischer Konzepte sexueller Bildung in Studium und Lehre, insbesondere der schwerpunktbezogenen Ausbildung der Studierenden der Sozialen Arbeit sowie der Studierenden des Masterstudienganges „Angewandte Sexualwissenschaft“
- die Initiierung und Durchführung praxisorientierter Forschungen auf dem Gebiet der sexuellen Bildung, sexualwissenschaftlicher Grundlagen und Familienplanung (-sberatung), der Publikation und öffentlichen Diskussion
- die Beförderung von Fort- und Weiterbildung im Handlungsfeld sowie der Etablierung, Verstetigung und Vernetzung emanzipatorischer sexualwissenschaftlicher Konzepte in der Praxis durch Politikberatung, Öffentlichkeitsarbeit, Zusammenarbeit mit Fachverbänden.
Unsere Arbeit ist von dem Selbstverständnis des Rechtes auf sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung getragen, fußt auf einer ganzheitlichen und integrativen Sicht auf den Menschen als sexuelles Wesen von Anbeginn.“
Aktuelles, vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, früher BZgA) gefördertes Forschungsprojekt bis 2027: Studie JuSeQs – Jugendsexualität und Sexualaufklärung von LSBTIQ* Personen.
Ein im Rahmen von Demokratie leben! gefördertes Projekt ist die jährlich stattfindende Fachtagung „Kinder- und Jugendhilfe & Schule verqueeren“ an der Hochschule Merseburg
Institut für Sexuelle Bildung
Das im hessischen Marburg ansässige Institut für Sexuelle Bildung & Sozialpädagogik ist Institutionelles Mitglied der Gesellschaft für Sexualpädagogik e.V. (gsp) und bietet Fort- und Weiterbildungen für pädagogische Fachkräfte aus Kita, Schule und anderen sozialen Einrichtungen. Bezüglich seiner Inhouse-Fortbildungen heißt es: „Sexualität ist überall dort wo Menschen zusammen kommen präsent – und umso jünger die Kinder sind, desto schamfreier und offensiver gehen sie mit dem Thema um. Sei es bei Körpererkundungsspielen in der Kita, bei Neckereien in der Grundschule oder wenn Jugendliche den neusten Porno in der WhatsApp Klassengruppe teilen.“ Im Angebot u.a. folgende Themenbereiche:
Sexualpädagogik in Kita, Schule & Co.
BEP-zertifizierte Fortbildung nach dem Hessischen Bildungs- & Erziehungsplan
„Unsere BEP-zertifizierte Fortbildung „Kleine Entdecker*innen, große Verantwortung: Sexualpädagogik in Kita, Schule und Co.“ richtet sich an alle Einrichtungen, die sich fundiert mit der kindlichen Sexualentwicklung auseinandersetzen wollen um sexualpädagogische Elemente in ihrer Einrichtung konzeptionell zu verankern. Die sexualpädagogische Konzeptentwicklung ist nicht nur ein wichtiger Baustein des institutionellen Gewaltschutzkonzeptes sondern stellt die Grundlage dar um Kinder in der Entwicklung einer positiven Sexualentwicklung von Anfang an zu begleiten und sie bestmöglich vor Übergriffen unter Kindern oder vor sexualisierter Gewalt durch Erwachsene zu schützen.“
Kindliche Sexualentwicklung
In der Krippe, Kindertagespflege und Co.
„Sich selbst streicheln, viele Fragen stellen oder Neugierde am Körper anderer zu haben – das alles und noch viel mehr sind Ausdrucksformen der kindlichen Sexualität. Die psychosexuelle Entwicklung ist ein normaler Prozess der, wie andere Entwicklungsaufgaben auch, die liebevolle und grenzwahrende Unterstützung von Erwachsenen benötigt. Wir begleiten Sie dabei eine Haltung zu entwickeln mit der Sie die Kinder in der Entwicklung eines positiven Körpergefühls begleiten können und Handlungssicherheit im Umgang mit sexualitätsbezogenen Situationen erhalten. Gleichzeitig erlernen Sie, wie Sie Bausteine zur Prävention von Grenzverletzungen unter Kinder und sexualisierter Gewalt durch Erwachsene mit Leichtigkeit in ihren pädagogischen Alltag integrieren.“
Sexualerziehung in der Schule
Fächerübergreifende Sexualerziehung
„Die schulische Sexualerziehung ist seit vielen Jahrzehnten durch das Kultusministerium fächerübergreifend vorgesehen. Die Realität zeigt jedoch, dass sich das Thema häufig nur auf den Biologieunterricht und damit auf die Vermittlung biologischer und anatomischer Fakten beschränkt. Dabei kommen emotionale, zwischenmenschliche und gesellschaftliche Themen wie Liebe, Lust, Beziehung, sexuelle- & geschlechtliche Vielfalt, digitale Medien, Sexting & Pornografiekonsum, Selbstbestimmung, sexuelle- und reproduktive Rechte, die Prävention von sexualisierter Gewalt und vieles mehr häufig zu kurz. Wir unterstützen Sie dabei einen fächerübergreifenden Ansatz in ihrer Schule zu entwickeln und Sexualerziehung als ein ganzheitliches Thema zu betrachten, das von zeitgemäßen Methoden und Materialen lebt. Dies ist insbesondere mit Blick auf die Gewaltschutzkonzeptentwicklung ein wichtiger Baustein der institutionellen Prävention von sexualisierter Gewalt.“
isp
Das 1989 von Uwe Sielert mitgegründete Institut für Sexualpädagogik (isp) spielt neben der als gemeinnützig anerkannten Gesellschaft für Sexualpädagogik (gsp) eine zentrale Rolle bei der deutschlandweiten Verbreitung der vielfaltsbasierten „Sexuellen Bildung“.
Seit 1989 bietet das ISP eine Weiterbildung Sexualpädagogik an und vergibt ein Zertifikat als Sexualpädagog*in (isp), „das auch die Anforderungen zur Zertifizierung bei der Gesellschaft für Sexualpädagogik (gsp) erfüllt“ und dessen Schwerpunkt auf der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegt. Zielgruppen: „haupt- und ehrenamtlich in Präventions- und Bildungsarbeit, Beratung, Erziehung oder in der Pflege tätige Personen“.
WHO/BZgA-Standards für die Sexualaufklärung in Europa (2011)
Diese 2011 von der BZgA (heute BIÖG) in Zusammenarbeit mit der WHO veröffentlichten Standards werden heute als Referenz für sämtliche Programme der „Sexuellen Bildung“ in Schulen und Kindertagesstätten herangezogen. Wie eine im Juni 2024 veröffentlichte Studie (frz/en) der französischen Kinderrechtsorganisation Mamans Louves gezeigt hat, beruht diese „Expertise“ jedoch in weiten Teilen auf fragwürdigen, tendenziösen Quellen von „Experten“, die in einschlägigen Lobbyorganisationen aktiv sind (z.B. der International Planned Parenthood Federation (IPPF), einer weltweit tätigen Familienplanungsorganisation, die sich für „sexuelle und reproduktive Rechte“ einsetzt und Abtreibung als Menschenrecht propagiert), eine frühe Sexualisierung von Kindern befürworten und/oder einen pädophilenfreundlichen Ansatz verfolgen. (siehe auch BZGA, heute BIÖG)
WHO/BZgA-Standards für die Sexualaufklärung in Europa (2011)
WHO/BZgA-Standards: Matrix 0-15+ Jahre
WHO/BZgA-Standards: Grundsätze und Ziele der Sexualaufklärung
WHO/BZgA: Rahmenkonzept zur Sexualaufklärung
