Berlin
Berlin nimmt eine unrühmliche Vorreiterrolle bei der Umsetzung einer übergriffigen „Sexualbildung“ in seinen Schulen und Kindertagesstätten ein. Eltern von betroffenen Kindergartenkinder und Schüler hatten auch auf dem Klageweg bisher noch keinen Erfolg mit ihrem Widerstand gegen entsprechend indoktrinäre Tendenzen (z.B. Drag-Queen-Thematik in der Kita oder Verwendung von Gendersprache in der Schule).

Sexualerziehung/Bildung für sexuelle Selbstbestimmung ist laut Berliner Schulgesetz eine „übergreifende Bildungs- und Erziehungsaufgabe der Schule“ und wird unter Berück­sichtigung des Prinzips des Gender Mainstreaming fächerübergreifend erteilt. Zwar dürfen laut Schulgesetz Schüler generell und insbesondere bei der Sexualerziehung nicht einseitig beeinflusst werden (§12 Abs. 7, §67 Abs. 2), die Praxis sieht jedoch anders aus.

Das Bezirksamt Berlin Mitte beispielsweise stellt ein einschlägiges sexualpädagogisches Angebot für Schulklassen aller Schulformen ab der 7. Jahrgangsstufe bereit. Und 2023 urteilte das Verwaltungsgericht Berlin gegen einen Vater, der sich gegen die Verwendung von Gendersprache an den Gymnasien seiner Kinder und „die aus seiner Sicht dort einsei­tig dargestellte Identitätspolitik und die Critical Race Theory“ zur Wehr setzte. Gleiches galt für den Hort einer Berliner Grundschule. Dort mussten Eltern einer Zweitklässlerin nach ei­nem Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts hinnehmen, dass dort Ausmalbilder mit Mo­tiven „aus dem Ausmalbuch mit dem Titel Drag Queen Color Therapy: An Adult Drag Queen Coloring Book“ ausliegen und eine selbst gemalte „Progress-Regenbogenflagge“ hängt.

Kita

Obwohl Kindertagesstätten nicht zur Einführung eines sexualpädagogischen Konzeptes verpflichtet sind, werden dort unter dem Deckmantel der Missbrauchsprävention immer häufiger derartige Konzepte eingeführt. Kinder, die sich in diesem frühen Alter noch nicht einmal adäquat sprachlich äußern können, ungefragt und permanent mit sexuellen Themen zu konfrontieren, ist übergriffig, verletzt ihre Intimsphäre und lädt explizit zum Ausprobieren in Rückzugsräumen ein. Hier wird die Aufsichtspflicht verletzt und Missbrauch billigend in Kauf genommen.

Sexualpädagogisches Konzept Kita: Haubachstr. (Pestalozzi Fröbel Haus)

Konzept zur frühkindlichen Sexualität (Waldkindergarten Pankow e.V „Die Waldläufer“)

Sexualpädagogisches Konzept (Kinderladen Karlsgartenstraße)

Sexualpädagogisches Konzept (Kita Friedenskirche/ Charlottenburg)

Sexualpädagogisches Konzept für die Kinder- und Jugendarbeit im Erzbistum Berlin

 

Schule

Elternberichte

  • Handreichung „90 Minuten für Sexuelle Vielfalt“. Rollenspiel – Kinder sollen Coming Out nachspielen (empfohlen für 7. Kl. – aber auch schon für Grundschule geeignet)
  • Material “Sexualerziehung an Stationen“ für Kinder der 3./4 Klasse: Gedicht über Masturbation mit anschließenden detaillierten und persönlichen Fragen zum Thema des Gedichts, die im Satz beantwortet werden sollen: z.B. Mit wem würdest du über Selbstbefriedigung sprechen? Glaubst du, daß alle Menschen sich selbstbefriedigen.
  • Lesbische und schwule Lebensweisen“ (Handreichung für weiterführende Schulen), Schüler sollen „pantomimisch“ verschiedene Begriffe zum Thema Liebe und Sexualität darstellen, z.B.: Coming-Out; zu früh kommen; Selbstbefriedigung; Orgasmus; die Pille; Prostituierte; Darkroom; Porno; AIDS; Sadomaso; ein Schwuler; eine Lesbe.
  • queerformat (der u.a. die Handreichung für Pädagogen in der Kita (!) „Murat spielt Prinzessin, Alex hat zwei Mütter und Sophie heißt jetzt Ben“ herausgegeben hat) ist eine Bildungsinitiative, die Sexualaufklärungen in den Schulen durchführt. Laut ihnen sollen „Pädagogische Fachkräfte (…) befähigt werden, lesbische, schwule, bisexuelle und trans* Kinder und Jugendliche in ihrem Coming-Out zu unterstützen.“

Sexualpädagogische Leitlinien

Rahmenlehrplan für die Klassen 1-10 in Berlin und Brandenburg – Teil B: Ausfüh­rungen zur überfachlichen Kompetenzentwicklung mit Schwerpunkten auf der Sprach- und Medienbildung

Rechtslage in Berlin

Sie als Eltern haben umfassende, gesetzlich geregelte Rechte im Zusammenhang mit der Sexualerziehung in Kita und Schule. Diese sollten Sie zum Wohle Ihres Kindes auch einfordern.

Meine Rechte kennenlernen

Immer häufiger wird der Aufklärungsunterricht an Schulen oder Teile des Unterrichts von sogenannten LSBTIQ-Gruppen durchgeführt – oft ohne die Anwesenheit des Lehrers. LSBTIQ steht für lesbisch, schwul, bi, transsexuell, intersexuell und queer. Queere Bildung will LSBTIQ-Lebensweisen in den Schulen z.B. durch “Authentische Begegnungen mit LSBTIQ*-Aufklärer_innen” erfahrbar machen. In Berlin wird dies u.a. durch folgende Projekte verwirklicht:

ABqueer e.V.

Der 2004 gegründete Verein ABqueer e.V. „bietet Bildungsveranstaltungen und Beratungen zu den Themenfeldern Geschlecht und Sexualität an, mit einem Schwerpunkt auf lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans-, intergeschlechtlichen und queeren (lgbtiq) Lebensweisen“. Das Aufklärungsprojekt des Vereins richtet sich an Kinder und Jugendliche ab Klassenstufe 5 und wird von „jungen queeren Erwachsenen geleitet“, die u.a. von ihrem Coming-Out und ihren Diskriminierungserfahrungen berichten.

Berliner Aids-Hilfe e.V.

Die Berliner Aids-Hilfe e.V. bietet unter dem Titel „Youthwork“ Präventionsarbeit „von und für junge Menschen“ an. Die Workshops richten sich an Jugendliche ab der 9. Klasse und ermöglichen eine aktive Teilnahme. „Das Ziel des Projektes „Youthwork“ ist es, Heranwachsende zu befähigen und zu motivieren, sich mit Themen wie Liebe, Sexualität, Kondomgebrauch und Schutz vor HIV/Aids und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten (STIs) auseinanderzusetzen.“

dissens INTERVENTIONEN für geschlechtliche & sexuelle VIELFALT

Jungschwuppen – Mann-O-Meter e.V.

Jungschwuppen ist die Jugendgruppe des schwulen Vereins Mann-O-Meter e.V. und organisiert „sexualpädagogische Veranstaltungen“ zu „Liebe und Sexualität“, zu sexuell übertragbare Krankheiten sowie zur Akzeptanz von sexueller Vielfalt, zu Coming-Out und Homophobie.

Unsere Workshops zielen auf ein hohes Maß an Beteiligung der Teilnehmer*innen ab. Sie sollen befähigt werden, das erworbene Wissen nicht nur abzuspeichern, sondern soweit zu internalisieren, dass sie von ihren eigenen Vorstellungen abweichende Lebensentwürfe nachvollziehen und akzeptieren sowie Verantwortung für sich und andere übernehmen können – auch wenn in Sachen Liebe und Sex mal kein klarer Gedanke zu fassen ist!

Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.

Der LSVD Berlin-Brandenburg bietet kostenlose „schulische Bildungs- und Sensibilisierungsworkshops zum Thema geschlechtliche und sexuelle Vielfalt“ an. Die Workshops von mindestens 180 Minuten Länge thematisieren Coming Out, sexuelle und romantische Orientierung und „die fünf Ebenen des menschlichen Geschlechtes: Geschlechtsidentität, Geschlechtsausdruck, bei der Geburt zugewiesenes Geschlecht, Geschlecht in Personalien, körperliche Merkmale“.

pro familia Berlin

Pro familia Berlin bietet mit einer Vielzahl von Methoden (vom Spielen und Üben mit Plüschmodellen und Holzpenissen bis zur Anwendung von Filmen, Abbildungen, Broschüren usw.) „sexuelle Bildung für Schulklassen“ und Workshops ab der 6. Klasse an.

queer@school – Projekt des Jugendnetzwerks Lambda Berlin-Brandenburg e.V.

Das Jugendnetzwerk Lambda Berlin-Brandenburg e.V. bietet mit dem Projekt queer@school Workshops und AG-Begleitungen für Schulen aller Jahrgangsstufen in Berlin und Brandenburg an. „Junge ehrenamtliche Menschen (19 bis 27 Jahre)“ klären Kinder und Jugendliche über „geschlechtliche, romantische und sexuelle Vielfalt“ auf. Sie verfolgen dabei den Peer-to-Peer Ansatz, d.h. sie verleihen den einzelnen Themen durch ihre biographische Betroffenheit emotional Gewicht und beeinflussen somit die oft nur wenige Jahre jüngeren Teilnehmer.

Schwules Museum Berlin und Bode-Museum

Das schwule Museum hat ein breites Angebot für Schüler: Führungen durch die oft abstoßenden mehrfach im Jahr wechselnden Ausstellungen und 90-minütige Workshops für Schulklassen ab der 10. Klassenstufe.

Das Bode-Museum bietet etliche queere Themen für Schulklassen an. So untersuchen etwa im Workshop „Let’s talk about Sex!“ Kunstvermittler und Sexualpädagogen zusammen mit Schülern der Klassenstufen 7 bis 10 „die Skulpturensammlung des Bode-Museums auf vielfältige Darstellungen von Gender, Körpern und Sexualitäten“. Die Schwerpunkte waren „Konsens, Lust und Begehren (LSBQA), Nacktheit und Körperbilder, Mythos ‚Jungfernhäutchen‘, Sex-Shaming sowie Geschlechternormen und Genderperformance“.

Sex in the City! – Schnitzeljagd / Geocaching

Sex in the City! ist ein Projekt von LSVD, AIDS-Hilfe Berlin, pro familia und Mann-O-Meter für Schüler ab 14 Jahren. Im Rahmen einer Schnitzeljagd um den Nollendorfplatz sollen sich die Schüler „mit verschiedenen Aspekten von Sexualität, darunter Verhütung, sexuelle Orientierung und HIV/STIs beschäftigen.“ Die Stationen aus Denkmalorten der LGBT-Bewegung und aus mehreren Beratungsstellen, an denen Jugendliche lernen, wie sie sich Informationen über Verhütung (inklusive der Pille-Danach), Vielfalt, Selbstbestimmungsrechte, HIV, Schwulenhilfegruppen holen können. Die Schnitzeljagd wird außerdem von den Lehrern im Sexualkundeunterricht vor- und nachbereitet.

ÄHNLICHE PROJEKTE

Die Anzahl an queeren Schulaufklärungsangeboten in Berlin ist enorm. Im Folgenden eine Auflistung:

Ansprechpartner und Kontakt

Regine Scheffer
E-Mail: kontakt@elternaktion.de